Beiträge von Butterblume

    Heidi: Cooler Tipp, danke. Für diese Scheide sind die zwar alle zu klein (und die Spitze nochmal komplett umbauen will ich nicht), aber für zukünftige Projekte definitiv eine gute Quelle.

    Eickhart: Mit dem Rillenschneider und ner Schablone geschnitten. Punzieren hätte mir zu lange gedauert und wäre wohl auch nicht so sauber geworden.

    @ Pelindur: Ja, ich bin ein großer Fan von Tom. Nicht nur, dass seine Werkstücke toll ausschauen, seine Videos zu Typen, Konstruktionen und Trageweisen von Schwert- und Dolchscheiden sind großartig.

    Butterblum ist nun auch ordentlich behangen! (bitte was?)

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Nachdem ich lange rumgemöppert habe, war es nun endlich an der Zeit, weiter an der Scheide (argl!) für Butterblum zu arbeiten. Diesmal war die Aufhängung dran. Also habe ich alles von der bisherigen Schwertscheide entfernt, bis nur noch das lange harte Rohr (echt peinlich!) und der Ortschutz (an dem grüble ich noch) übrig waren und eine vernünftige 3-Punkt-Aufhängung gebaut. Der Sitz ist um Welten besser und ich bin der Meinung, es erhöht meine Sexyness mal direkt um 0,25. Natürlich müssen auch hier Blumen drauf, das dürfte die Gesamtzahl an der Gewandung nun auf ca 600 bringen. Ich bin eine Wiese! (ist das auch was anzügliches? Ich bin mir nicht sicher.) Zugegeben eine artenarme Blühwiese, weil nur Butterblumen und Rosen, aber immerhin.

    Ich fand übrigens dieses Video von Tod's Workshop super hilfreich beim rausfinden, wie so ne Aufhängung eigentlich funktioniert. Der hat noch mehrere, auch für Dolche, da hatte ich viel Spaß mit.

    (Schäm dich!)

    @ Heidi: Dazu kann ich mich an dieser Stelle nicht äußern.

    @ Christian: Hehe, vom Aufwand-Nutzen-Faktor her macht deine Version definitiv mehr Sinn. Aber "Overengineering" ist nicht umsonst ein anerkanntes Hobby. Auf jeden Fall herzlich willkommen im Darius 3000 Fan Club. :D

    Es gibt ein Update zum "Darius 3000"! (Ich weiß, Ihr seid alle heiß auf Neuigkeiten aus diesem vollkommen ernst gemeinten Projekt)

    Was nützt es, aus purer Faulheit den Prozess des Nestelns so weit es nur irgend geht zu automatisieren, wenn man jedes Mal die vielen kleinen Spulen per Hand neu mit Faden bestücken muss? Das dauert eeeeewig und ist blöd und am Ende tun einem die Fingerkuppen weh (weil die Spulenkanten gerippt sind, für das größere Vergnügen). Also schnell die grauen Hirnzellen angeschmissen (und das 3D-Designprogramm der Wahl) und die Lösung für das Problem erfunden.

    Ich präsentiere den "Spulenmuli"! (Das kleine orangene Teil in der Bildmitte)

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Der Spulenmuli ist ein Bit-Aufsatz, der in jeden handelsüblichen Akkuschrauber passt, und auf den die Darius-3000-Spulen gesteckt werden können. Dank der Aussparungen in den Spulen kann man einfach den Faden dort einklemmen, dann macht man ca 5 Sekunden lang VRRRRRRRRRR und die Spule ist geladen. Super komfortabel. Lebensqualität pur. Und die Finger schmerzen nicht.

    An dieser Stelle möchte ich meinen Dank dem Gönner aussprechen, der mir die Dinger gedruckt hat. Er will anonym bleiben, also nenne ich ihn mal "Kordelwahn von Druckshag". Vielen Dank, Kordelwahn!

    Momentan ist das noch Version 1 des Spulenmulis, vielleicht wird mir noch langweilig genug und ich verbessere es noch ein wenig. Das wäre definitiv ein gute Verwendung meiner Zeit.

    Die Länge der Nesteln hängt direkt mit der Dicke der verwendeten Fäden zusammen. Je dünner der Faden, desto mehr kriege ich auf die Spulen und desto länger wird die Nestel. Mit dem Wollfaden, den ich zuhause hatte (Weiß-Rot-Gold in den obigen Fotos) schaffe ich etwa 40 cm. Gestern gab es noch einen Versuch mit deutlich dünnerem Häkelgarn, da haben wir nach etwas über 1 m aufgehört zu kurbeln (es wären wohl 1,1 oder 1,2 gegangen). Dafür war die Nestel dann natürlich auch deutlich dünner. Ich habe aber noch keine Versuchsreihe zum Zusammenhang von Fadendicke und Nesteldicke (in Abhängigkeit der Anzahl der verwebten Fäden) gemacht.

    Die Spannung zu halten wird aber einer gewissen Länge auch kniffliger. Der "Darius 3000" ( :* ) hat ne Umspannvorrichtung, so dass er auch bei längeren Fäden konstant zieht, aber dafür braucht es ne Mindestdicke der Nestel, da se sonst nicht gehalten wird. Der Versuch mit dem Häkelgarn konnte diese nicht erreichen, also musste eine zweite Person vorsichtig an der Nestel ziehen um die Spannung zu halten (das ginge auch alleine, wenn man das Gerät am Tisch fixiert - oder man montiert das Gerät über Kopf und beschwert dann die Nestel, wie bei einer Strickliesel).

    In dem verlinkten Blog wird beschrieben, dass man die Fäden auf doppelte Länge zuschneiden und dann nur die Hälfte auf die Spulen aufspulen kann. Wenn dies dann durch ist, wird alles umgedreht und der Rest gewebt. Das habe ich allerdings nicht ausprobiert.

    (Disclaimer: Dieser Post kann Spuren von Lagerkoller enthalten.)

    Nesteln. Nesteln sind das Sahnehäubchen auf jeder protzigen Gewandung. Sie sind bunt, sie sind filigran, und mit Nestelspitzen können sie sogar ein wenig klimpern. Nur muss man sie erstmal herstellen. Das ist nun nicht so schwer, dauert nur recht lange und irgendwann tun einem die Finger weh. Und jeder der mich kennt weiß, ich bin ein fauler Mensch. Wozu haben wir denn die Spitze der Nahrungskette erklommen, um dann per Hand blöde Fäden miteinander verwirren zu müssen? Wozu bilden wir denn jedes Jahr tausende Ingenieure aus, wenn die keine vernünftigen Maschinen bauen können, die das für uns übernehmen?

    Sowas gibt es? Noice! Nie wieder schmerzende Finger. Schnell und unkompliziert alle Nesteln, die ich mir je wünschen könnte. Wie schaut sowas denn aus?

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Ah. Da hat Judy bestimmt Einwände, wenn ich uns sowas ins Wohnzimmer stellen…

    Aber werde ich klein beigeben? Werde ich zurück zur schnöden Handarbeit kehren? Werde ich fleißig sein? Niemals, sage ich. Niemals!

    Also ran ans Google. Zeit, jede Menge Zeit in die Recherche zu investieren (mehr als das eigentlich Nesteln weben dauern würde). Rein in die Blogs und Foren der Braiding Enthusiasts, der Bastler und Restaurateure. Irgendwo in den obskuren Ecken des Internets gibt es sie doch bestimmt. Die kleine, handliche und wohnzimmerfreundliche Nestelmaschine, die mir die ganze Arbeit abnimmt. Mit der ich die besten Nesteln mache, in der kürzesten Zeit. Die das Zeitalter der Industrialisierung ins hart umkämpfte Feld der Larp-Nestel-Knüpfer bringt.

    Und.

    Es.

    Gibt.

    Sie.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Meine Damen und Herren, ich präsentiere den KumiKreator. Ja, es ist ein billiges Plastik-Spielzeug, um Freundschaftsarmbänder zu knüpfen. Und ja es ist Rosa und Lila und OFFENSICHTLICH bin ich nicht die Zielgruppe. Aber das stört mich nicht. Es hat diese kleinen Spulen, die sich umeinander bewegen. Und es webt Muster. Und es hat Kurbelantrieb! (Und ich musste es nur zwei Mal bestellen, weil das Paket beim ersten Mal „verschollen“ ist... Judyyy?) Also teste ich es mal auf Herz und Nieren…

    Erster Versuch mit den beigelieferten Fäden auf den kleinen Spulen und einer Anleitung, die mir genau sagt, wo welche Spule platziert werden soll. Das dauert einen kleinen Moment. Dann nochmal alles überprüfen und ran an die Kurbel!

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Und es funktioniert wunderbar. Innerhalb kürzester Zeit hebt sich das geflochtene Freundschaftsarmband wie der Phönix aus der Asche aus dem Wirrwarr an Spulen. Das Muster funktioniert, ist sauber und nach ein paar weiteren Arbeitsschritten bin ich stolzer Besitzer eines geflochtenen Freundschaftsarmbands. Ein wirklich lustiges Spielzeug.

    Aber ich bin nicht wegen Freundschaft hier. Ich. Will. Nesteln.
    Es wurde Zeit für anständige Farben. Die einzigen drei Farben, die ein Ost-Bürger je in seinem Leben braucht. Weiß, Rot, Gold...

    Also habe ich die inzwischen leeren Spulen (die sind schon recht geschickt von den Herstellern portioniert, ich habe 10 ganze Spulen für das 10-fädige Armband gebraucht) mit dünnerem Faden in augengefälligen Ost-Farben aufgewickelt. Meine Ungeduld war nicht glücklich, denn sowas dauert natürlich ein klein wenig. Da der Faden dünner war als das mitgelieferte Zeug passte mehr auf die Spulen und es galt immerhin, 10 davon zu bestücken… Aber nach ca 10 Min war das geschafft, alles wurde neu eingespannt und nochmal gekurbelt…

    Es rattert und klackert und ich habe auch ein tolles Video von dem Lärm, den dieses kleine Plastikteil macht, aber leider kann ich das nicht hochladen. Also stellt Euch einfach eine Fabrikhalle voller laufender Webmaschinen vor, das kommt in etwa hin.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Und ich bin wirklich nicht unzufrieden mit dem Ergebnis. Es ist nicht zu labbrig gewebt, die Schnur hat einen Durchmesser von etwa 4mm (passt also in die normalen Nestelspitzen) und eine volle Spule reicht bei diesem ersten Versuch für 40 cm Länge. Das ist mir noch ein klein wenig zu kurz, ich mag es gerne wenn es tief hängt, aber das lässt sich bestimmt mit etwas dünnerem Faden noch optimieren. Ich würde sagen, für die 40 cm Nestelschnur habe ich etwa 15 min gebraucht. Und ich habe keine schmerzenden Finger!

    Das Beste kommt aber noch: Dieses kleine Maschinchen kann natürlich nur ein einzelnes Webmuster durchführen. Und das nennt sich Kogoh-gumi (oder Kumihino – der Unterschied ist mir nicht klar) und da das anscheinend eine bewährte Webmethode ist, gibt es in den oben erwähnten Untiefen des Internets eine Homepage, auf der man sich Farbmuster überlegen kann, und die einem dann die richtige Fadenstellung verrät. Das ist idiotensicher (sagte er, ohne es ausprobiert zu haben). Zuerst online das Design der Nesteln überlegen (Leute: Nesteln mit individuellem Design!!!!!), dann alles in die Maschine spannen und ein paar Kurbelumdrehungen später hat man die perfekt zur Gewandung passende Nestel. Muahahahaha!


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Muahahahahahahaha!


    Disclaimer: Zugegeben, auch wenn ich ein fauler Mensch bin, habe ich mir den KumiKreator (ich nenne ihn liebevoll den „Darius 3000“) hauptsächlich wegen der Ausgangsbeschränkungen und dem Spaß gekauft. Auch wenn er wirklich zu funktionieren scheint, bin ich nach den ersten zwei Versuchen noch nicht ganz überzeugt, dass er die manuelle Webmethode von Nesteln und deren Mustervielfalt ersetzen wird. Aber lustig ist es.

    Links:
    (Verkäuferlink sucht Ihr Euch gefälligst selbst)
    Der Design-Generator: https://craftdesignonline.com/kumihimo/kongo…ship-bracelets/
    Ein ECHTER Review von einer ECHTEN Web-Expertin: https://loopbraider.com/2019/02/14/toy-braiding-machine/

    Da ich gerade recht selbstzufrieden da sitze dachte ich mir, gebe ich ein wenig mit meiner neuesten Bastelei an. :saint:

    Ich habe auf dem Flohmarkt eine alte Holzlaterne mit kaputten Scheiben ergattert und sie fürs Larp hergerichtet. Ziel war es eine Laterne zu erhalten, mit der ich auch mal Nachts durch den Wald laufen kann, also möglichst keine Glasscherben und keine Brandgefahr. Deswegen ist sie elektrisch geworden. Dank der Beratung eines in solchen nicht-biologischen Dingen bewanderten Freundes strahlt das Ding jetzt wie es soll und lässt sich via Mikro-USB-Anschluss über ein Netzteil oder eine Powerbank aufladen. Die Glasscheiben habe ich durch mattiertes Plexiglas ersetzt, und als Henkel ein hier rumliegendes Stück Seil eingespleißt. Da ich das letzte Mal vor 15 Jahren gelötet habe, hat der Bau etwas länger gedauert, aber prinzipiell war es ein 1-Tages-Projekt für insgesamt unter 10 Euro Materialkosten.
    Ex lanterna lux, oder so.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Interessante Themen wären vielleicht auch

    • "Umgang mit Plotgegenständen" - Wie schaffe ich den Spagat zwischen konsequentem Spiel und für alle spielfördernder Handhabe protrelevanter Gegenstände. (Oder "warum es besser ist, wenn die Inquisition das Dämonenzepter nicht im Zelt versteckt")
    • "Umgang mit Geheimnissen" - Wie kann ich ein Geheimnis so bespielen, dass Hinweise darauf gestreut werden und interessierte MItspieler sie aufgreifen können.

    Wobei das natürlich deutlich vom "wie bespiele ich Mythodea" abweicht und ins allgemeine Larpen abdriftet.

    So wie sich das liest, sucht keiner der Händler etwas und bietet auch nichts an. Das halte ich für sehr verdächtig und vermute stark, dass es sich hierbei um ein geheimes Treffen anti-eiserner Kräfte handelt. Die Behörden sollten dringend einschreiten und dem ein Ende setzen.